Unsere Chronik

1. Gründung 

Der „Reit-und Zuchtverein“ wurde, als Vorläufer des heutigen Reitsportvereins (RSV), am 19. Oktober 1973 gegründet. Initiator dieser Versammlung war Herr Otmar Barth, auf dessen Einladung sich die Interessenten des Reitsportes, Gemeinderäte und der damalige Bürgermeister Adam Soiné zur Verlesung des Satzungsentwurfes im Sportschützenhaus Spechbach versammelten.
Aus diesem ersten Treffen entstand die Vorstandschaft des Vereines, die sich wie folgt zusammensetzte: 

1. VorstandOtmar Barth
2. VorstandKlaus Braun
SchriftführerWerner Eichstätter
KassenverwalterSigrid Rottenberger
BeisitzerGünter Schauer und Bernd Jocher
KassenprüferWolfram Braun und Gerhard Stahl


Die 27 Gründungsmitglieder:

Otmar Barth, Elisabeth Barth, Werner Eichstätter, Bernhard Eichstätter, Anita Eichstätter, Angela Stahl, Gerhard Stahl, Günter Schauer, Klaus Braun, Fritz Wieland, Heinrich Christ, Fritz Barth, Emil Eichstätter, Wolfram Braun, Wolfgang Barth, Bruno Barth, Sigrid Rottenberger, Franz Rottenberger, Elke Fischer, Horst Raqué, Ralf Ernst, Bruno Mutz, Wilhelm Ziegler, Werner Herbold, Bernd Jocher, Heinz Streng und Bürgermeister Adam Soiné 

Am 24. November 1973 kristallisierte sich schließlich die endgültige Bezeichnung für den Interessenverband heraus: „Reitsportverein Spechbach“ (RSV) war geboren! Die Satzung des Vereines betont ausdrücklich die Gemeinnützigkeit und schließt sich der Satzung des Badischen Sportbundes an. 

2. Anfänge des RSV

Nach einer Neubesetzung der Positionen des 2. Vorsitzenden mit Herrn C.-J Wirthmüller und eines Beisitzers durch Herrn Albert Haaf hat sich diese noch in den Anfangsphase novellierte Vorstandschaft etabliert.

Nach Klärung dieser verwaltungstechnischen Angelegenheiten und Besetzung der einzelnen Organe des neuen Vereines war das erste große Ereignis der Reitertag am 7. und 8. Juni 1975, der nun mit dem Engagement einer Premierenveranstaltung organisiert wurde. 
Das erste große Fest sollte alles bieten: Dressur- und Springprüfungen, Voltigiergruppen und Reiterspiele, Jugendmeisterschaften und Seniorengruppen, Turnerkapelle und Tanzveranstaltung, Spanferkelessen und Barbetrieb sowie Festzelt und Bühnenprogramm. 

Der Reitplatz wurde angelegt, Hindernisse gebaut, Ausritte durchgeführt und eine Quadrille für den ersten Reitertag einstudiert. Dieser wurde ein großer Erfolg.

Der Enthusiasmus der ersten Jahre zeichnete sich an den Veranstaltungen ab. Denn im gleichen Jahr organisierte man auch die Kerwe in Spechbach, nahm mit seinen Pferde an dem Umzug teil, veranstaltete ein Osterreiten und traf sich drei mal in der Woche zum Reitunterricht.

Auch im folgenden Jahr fand ein großes Reitturnier statt, außerdem wurde eine Fuchsjagd mit Reiterball und ein Distanzritt durchgeführt. 

Die Bevölkerung nahm regen Anteil an den Veranstaltungen des Reitsportvereins. Die Turniere waren stets gut besucht und die Mehrzweckhalle war während der Hubertusmesse bis auf den letzten Platz besetzt.

Das Jahr 1980 war wieder gekennzeichnet durch Turnier, Distanzritt, Fuchsjagd und Teilnahme am Kerweumzug. 

In den Anfängen des Vereins entwickelte sich die Mitgliederzahl wie folgt: 

197327 Gründungsmitglieder
1976130 Mitglieder
1978121 Mitglieder
1983105 Mitglieder

 

3. Die Reitanlage

1973 bemühte man sich um ein Gelände für einen Reitplatz. Herr Bürgermeister Soiné überließ das „Bockstück“ mit Zustimmung des Gemeinderates dem Reitsportverein. Die Herren Otmar und Fritz Barth führten unentgeltlich die Planierarbeiten mit einer von Herrn Heinz Streng ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellten Planierraupe der Firma Krämer durch. Mehrere Drainagen wurden auf dem Reitplatz verlegt, Riesel angefüllt und eine Einzäunung errichtet. 

Nachdem man in der Vergangenheit die Sitzungen und Kameradschaftsabende an den verschiedensten Orten wie z.B. bei Mitgliedern im Haus, in den Geschäftsräumen von Frau Sieglinde Braun, die man angemietet hatte, oder in Nebenräumen von Gaststätten abgehalten hatte, war es nun an der Zeit, die Voraussetzungen zum Bau eines Vereinsheimes zu schaffen. 1981 war es endlich soweit, das Vereinsheim wurde gebaut. 

Auch der Bau einer Reithalle war mehrfach begehrtes Gesprächsthema, die Durchsetzung in die Tat scheiterte allerdings am fehlenden Gelände, das für ein solches Projekt geeignet gewesen wäre, und an den erheblichen Kosten, die man dadurch zu Tragen gehabt hätte. 

14 Jahre nach Grändung des Vereines begannen die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten am Vereinsgelände. Man erneuerte die Bande des Reitplatzes, bepflanzte das Gelände mit Bodenbedeckern, um ein Abrutschen der Böschungen zu vermeiden, füllte den Reitplatz mit Sand auf und konstruierte eine Abdeckung für Hindernisse. Später wurden auch das Dach und der Boden des Vereinsheimes erneuert.

4. Jugendarbeit

Von der Gründung des Vereins an nahm die Jugendarbeit eine immer breitere Stellung ein. Der Anteil der Jugendlichen betrug 1982 ein gutes Viertel der Mitglieder und die Jugendarbeit gewann in diesem Zeitraum immer mehr an Gewicht. 

Ausritte mit Zeltlager, theoretischer Unterricht und Reitstunden ebenso wie Jugendnikolausfeiern wurden für den Nachwuchs insbesondere vom damaligen Jugendwart Herrn Wolfgang Barth durchgeführt.

5. Nach 10 Jahren

1983 feierte man das zehnjährige Bestehen des Vereines. Aus diesem Anlass wurde ein Jubiläumsturnier ausgerichtet, bei dem zum ersten Mal ein Flutlichtspringen im Programm war, und das durch zahlreiche Spenden und Helfer unterstützt wurde. 

Der Verein war zu dieser Zeit durch seine aktiven Reiter bei Turnierveranstaltungen in der Region stark vertreten. Die Reiter folgten den Einladungen zu Reitdarbietungen und kämpften auf faire und sportliche Weise um Platzierungen. Diese Einsatz lohnte sich, denn sie erreichten mit ihren Pferden viele erste Plätze und weitere bemerkenswerte Ränge, bis zur Klasse M. Mit Fleiß und sportlichem Ehrgeiz brachte man den Verein zu renommiertem Ansehen. 

6. Der RSV nach 1986

Durch Änderung der Vorschriften seitens der LPO (Leistungsprüfungsordnung) war es ab dem Jahre 1986 nicht mehr möglich, ein Reitturnier zu gestalten, da der Reitplatz der Anlage nach den neuen Bestimmungen zu klein war.
1989 fanden die ersten Ehrungen für 15-jährige Mitgliedschaft statt. 

Am 14.01.1990 trat der langjährige erste Vorsitzende Otmar Barth zurück. Sein Nachfolger wurde Herr Bruno Barth. 
1991 nahm man am Festbankett des Schützenvereines teil, beteiligte sich erfolgreich am Waldfünfkampf des Turnvereines und wirkte nach längerer Pause wieder mit einer Verkaufsbude am Weihnachtsmarkt mit, bei dem die inzwischen berühmt gewordene Pilzpfanne angeboten wurde. 

1992 baute man kurzerhand eine eigene Hütte zu diesem Anlass, die bis heute ein solides Dach für solche Verkaufsveranstaltungen bietet. Erstmals in diesem Jahr unternahmen einige Mitglieder eine Fahrt nach Offenburg zur Eurocheval, einer der größten Ausstellungen in Europa rund ums Pferd. 

Am 26.03.1994 starb der Wegbereiter des Vereines, Herr Otmar Barth. Die Herren Adam Soiné, Fritz Wieland und Emil Eichstätter sind ebenfalls inzwischen verstorbene Gründungsmitglieder. 

Die Unternehmungen der folgenden Jahre fächerten sich in verschiedene kameradschaftsfördernde Aktivitäten und Repräsentationen bei Ortsveranstaltungen auf. Es sind dies Kameradschaftsabende, Familientreffen mit Kinderreiten, Sommer- und Grillfeste, Besuch der Hengstparade in Marbach sowie Mitwirkung an Kerwe und Weihnachtsmarkt, Teilnahme an der Ortsmeisterschaften des Schützenvereines und an den Wettkämpfen des Turnvereins. 

7. Der RSV heute

Die heutige Vorstandschaft des Vereines setzt sich wie folgt zusammen: 

1. Vorsitzender Bruno Barth
2. Vorsitzende Armin Barth
Schriftführerin Petra Wink
Kassenwartin Elvira Stein
Beisitzerin Bianca Barth
Beisitzer Wolfgang Barth

Die Popularität des Reitsportes war in den Gründungsjahren des Vereines sicher größer als heute. Zudem ist das Reiten immer schon mit erheblichem Aufwand an Zeit und finanziellen Mitteln verbunden gewesen und das Interesse daran eben auch starken Schwankungen unterworfen. Doch der Reitsportverein Spechbach e.V. wird auch in dieser Periode von einer kleinen, aber überzeugten Gruppe weitergeführt.